FSB = “Flei­ßi­ge Schür­zen­bi­en­chen

Wenn man in den Werk­un­ter­richt der Klas­se 5a schaut, sieht man die Schü­le­rin­nen und Schü­ler wie klei­ne Bien­chen emsig bei ihren Näh­ar­bei­ten. Beim Besuch erfährt man, dass die Werk­leh­rer – Frau Frie­del und Herr Kel­ler­bau­er – mit Ihren Schü­lern eine fik­ti­ve Schü­ler­fir­ma mit ver­schie­de­nen Abtei­lun­gen gegrün­det haben, um Werk­schür­zen her­zu­stel­len.

Die Schü­ler und Schü­le­rin­nen haben selb­stän­dig die Abtei­lun­gen mit den ent­spre­chen­den Abtei­lungs­lei­tern gebil­det. Die Geschäfts­lei­tung über­neh­men die Leh­rer/-innen, wobei die­se nur sel­ten befragt wer­den und nur unter­stüt­zend zur Ver­fü­gung ste­hen“, berich­tet Frau Frie­del.

Anni­na ist die Mar­ke­ting-Lei­te­rin. Sie erzählt vom Schür­zen­pro­dukt und führt durch die ein­zel­nen Abtei­lun­gen. Die Bügel‑, Näh- und Fein­ar­beits­ab­tei­lung wer­den vor­ge­stellt und deren Auf­ga­ben erläu­tert. Die Mar­ke­ting­ab­tei­lung erar­bei­tet auch die Wer­bung und küm­mert sich um die Bestell­for­mu­la­re.

Wenn man fragt, was der Fir­men­na­me „FSB“ bedeu­tet, ruft Rag­nar vom Bügel­brett aus: „F steht für flei­ßig“ und vom Mar­ke­ting­tisch ertönt es: „SB steht für Schür­zen­bi­en­chen“.

Vol­ler Stolz erzäh­len die Schü­ler von ihrem Pro­jekt und schon gibt es Inter­es­sen­ten. Die ers­ten Bestel­lun­gen tref­fen bei der Fir­ma ein. Die Schü­ler über­leg­ten gleich, was sie mit dem erziel­ten Geld machen könn­ten. Der Vor­schlag der Geschäfts­füh­rer, Eis essen zu gehen, rief gro­ße Begeis­te­rung her­vor. Gleich wur­de im Mathe­ma­tik­un­ter­richt berech­net, wie­viel Eis­ku­geln man für eine ver­kauf­te Schür­ze bekom­men wür­de.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler arbei­ten mit Begeis­te­rung an die­sem Pro­jekt“, erzählt Frau Frie­del stolz. „Der Klas­sen­zu­sam­men­halt, die Team­fä­hig­keit und die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Schü­lern wer­den gestärkt. Auch wenn eine Rekla­ma­ti­on aus einer ande­ren Abtei­lung kommt und alles wie­der neu bear­bei­tet wer­den muss, geht man opti­mis­tisch wie­der ans Werk.“

Ohne Vor­kennt­nis­se wäre die­ses Pro­jekt nicht zustan­de gekom­men. Jeder der Schü­ler/-innen ist schon im Besitz des „Näh­ma­schi­nen­füh­rer­scheins“, der zu Beginn des Schul­jah­res im Werk­un­ter­richt erwor­ben wur­de.

Fleißige Schürzenbienchen
Fleißige Schürzenbienchen